• Inside the Hackdays Baden-Württemberg 2021

    Inside the Hackdays Baden-Württemberg 2021

    5 Challenges, 100 Talente, 72 Stunden coden und tolle Pitches

Mannheim, 22. Oktober 2021

Die Hackdays Baden-Württemberg gehen in die 2. Runde

​Vergangenes Wochenende fanden die Hackdays Baden-Württemberg 2021 statt und das ließen sich 100 junge Talente aus ganz Europa natürlich nicht zweimal sagen.  Verteilt auf fünf vollkommen unterschiedliche Challenges, von fünf Unternehmen aus Baden-Württemberg initiiert, wurde 72 stundenlang gebrainstormt, geplant, diskutiert und schließlich Sonntagvormittag gepitcht. Es wurden großartige Ideen und Geschichten vorgestellt.

Aber was sind eigentlich die Geschichten hinter den Teilnehmern und den Pitches?

Beginnen wir am Anfang…
Donnerstagabend um 18 Uhr ging's los. The Hackathon Company, als Initiator, sowie die fünf Challengesetter, alias AX SemanticsLBBW, Mann+HummelBW_international und natürlich auch die SV Informatik, stellten sich und ihre Herausforderungen vor. Und damit ging es dann auch schon los. In einer kleinen, privaten Session konnten die Challengesetter ihre Talente kennenlernen und die Teams einteilen. Das klingt jetzt einfacher, als es in der Realität war. Denn bei so einem Hackathon muss man auch immer mit einem kleinen Teilnehmerverlust rechnen, die also ursprünglich eingeteilten Teams konnten so nicht funktionieren und mussten nochmal zusammengewürfelt werden. Fun Fact! Bei uns gab es ein Team-"Elena", warum? Naja, weil sich in diesem Team drei Talente namens Elena und eine Karolina befanden.
Neben der ungleichen Verteilung der Namen, waren auch die Wohnorte der vier Damen besonders, so befand sich eine in Nord-Mazedonien, eine in Irland, eine in Polen und eine in den Niederlanden. Also einmal komplett verteilt über Europa. Ein anderes Team bestehend aus drei Talenten und war nicht nur über Europa, sondern bis nach New York verteilt. Der Vorteil für dieses Team - durch die Zeitverschiebung waren sie 24h in der Lage an ihrer Idee weiterzuarbeiten. Während zwei der 3 gegen 21/22 Uhr Schluss machten, begann der Tag für die Teilnehmerin in New York gerade erst. Auch die beiden anderen Teams waren komplett verstreut in Europa bis nach Albanien. Dadurch dass der Hackathon remote stattfand, war das allerdings kein Problem. 

Auf die Plätze, fertig, let's code!

Nach der Eröffnungszeremonie fanden sich die Teams am Donnerstagabend zusammen und fingen mit der Bearbeitung der Challenge für digitale Touchpoints zwischen Versicherern und der Generation Z. Während dieser Zeit waren Marvin Messenzehl und ich damit beschäftigt, das Ganze zu koordinieren und den einzelnen Teams zu helfen.
Die Lust war sofort bei allen Talenten sichtbar und so wurden wir erstmal nach der deutschen Versicherungslandschaft ausgefragt. Gar nicht einfach zu erklären, wenn man den deutschen Wahnsinn nicht selbst erlebt. Denn, obwohl die Teilnehmer aus Europa kamen, ist sowas natürlich in jedem Land anders geregelt. Eine Teilnehmerin berichtete uns, dass in ihrem Land sowas komplett über den Arbeitgeber läuft, dieser schließe alle wichtigen Versicherungen ab und würde auch den ganzen Papierkram regeln. Und Papierkram ist hier ein gutes Stichwort.

Was wir uns von unserer Challenge erhofften, war ein Produkt, dass möglichst wenig, eher gar keine Papierarbeit erfordert, wenig Bürokratie enthält und so benutzerfreundlich wie möglich ist. Aber bleibt gespannt, welch tolle Ideen am Ende entstanden sind.
Freitagmorgen um 9 Uhr stand direkt die erste Q&A Session an, aber auch im Anschluss daran waren wir durchgängig für die Talente zu erreichen. Faszinierend war außerdem zu sehen, dass die Talente bereits über Nacht diverse Ideen und erste Konzeptentwürfe entwickelt hatten.
Der Freitag endete wie er begonnen hatte mit einer Q&A Session. Der Samstag verlief nicht ganz so reibungslos wie die ersten 1,5 Tage. So kam es in zwei Teams zur Aufspaltung zwischen den Teammitgliedern. Einige Teilnehmer beschlossen die Gruppenarbeit zu verlassen und wollten eigenständige Prototypen entwickeln.
Diese Brüche waren jedoch kein Problem für uns. Wir waren flexibel und wussten, dass es unter Stress auch mal zu Reibereien kommen kann. Von ursprünglich vier Teams, expandierten wir also zu 6 Teams, wobei zwei davon eben nur aus jeweils einer Person bestanden.
Der Samstag beinhaltete neben den üblichen Q&A Sessions auch einen Speed-Dating-Marathon zum Kennenlernen von Talenten. Es ging zwar nicht darum den/die Partner:in fürs Leben zu finden, sondern potenzielle neue Mitarbeiter:innen der SV Informatik kennenzulernen. Und was sollen wir sagen, die Talente waren alle super. Alle hatten bereits einiges an praktischen Erfahrungen im Programmieren sammeln können und auch schon einge größere Projekte gestemmt. Auch interessant, unter ihnen war ein UI/UX-Designer, der im Zuge der Coronapandemie vom Head of Support bei einer großen slowenischen Telekommunikationsfirma in einem Bootcamp zum Designer umgeschult wurde. Die Zukunft wird zeigen, ob diese Talente bald unsere Kollegen oder Kolleginnen sein werden.

It's Pitch Day!

Und was waren jetzt die coolen Ideen? Das Gewinnerteam, übrigens das Team, das beim Pitch nur halb vertreten war weil einer von ihnen parallel auf einem Marathon zugange war, hatte die Idee von einer Versicherungs-Prepaid-Karte. So könne man unterwegs unkompliziert und vor allem auch sehr kurzweilig situative Versicherungen abschließen.
Das Team, das von uns mit dem Preis für den größten Sozialen Mehrwert ausgezeichnet wurde, hatte die Vision von einer App, die die Versicherung auch komplett digital abwickelt und zusätzlich den Zusammenhalt der örtlichen Community stärkt. Mit sogenannten Partnershops wäre es den Nutzern der App dann möglich, schnell und unkompliziert örtliche Händler ausfindig zu machen, die am besten noch regionale Produkte verkaufen.
Eine andere Gruppe legte sich auf die Vermarktung von Versicherungen über TikTok-Influencer fest. Und wiederum eine andere Gruppe, lieferte ein Gesamtpaket, das so komplex war, dass es schwer war das Ganze Produkt auf Anhieb zu verstehen.

Nach den internen Pitches, also den Pitches vor den Jurys der Challengesettern, in unserem Fall Kim Sieber, Michael Heinke, Marvin Messenzehl und ich, ging es für ein Team in die finalen Pitches vor allen Challengesettern und Teilnehmern, um einen Gesamtgewinner ausfindig zu machen.

In der finalen Runde, ungefähr zwei Minuten vor Pitch, war dann auch der Teilnehmer, der auf einem Marathon war, wieder da und konnte spontan noch einsteigen. Was sollen wir noch sagen, leider hat es für unser Gewinnerteam nicht für den Gesamtgewinn gereicht. Gelernt haben wir trotzdem einiges und Erfahrung konnten alle Teilnehmenden mitnehmen.

Auch wenn so ein Hackathon nicht immer nach Plan oder gar perfekt verläuft, lernen kann man dabei jede Menge und vorallem auch Spaß haben!

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Autorin

Sandra May ist Mitarbeiterin der SV Informatik und Teil unseres IT Lab.

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